Magnetsuchgeräte vs. Metallsuchgeräte
Magnetsuchgeräte zur zuverlässigen Ortung von Eisen und Stahl
Mit einem Magnetsuchgerät lassen sich ferromagnetische Metalle wie Eisen, Stahl oder Nickel auch dann auffinden, wenn sie nicht sichtbar sind. Die Geräte arbeiten mit zwei im Sondenstab integrierten Spulen, die Veränderungen des Magnetfeldes erfassen. Dadurch können beispielsweise unterirdisch verlaufende Leitungsbauteile, Hydranten, Schieberkappen oder Vermarkungszeichen schnell und zuverlässig lokalisiert werden.
Insbesondere Kommunen, Stadtwerke, Versorgungsunternehmen sowie Vermessungs- und Baubetriebe nutzen Magnetsuchgeräte, um verborgene metallische Objekte ohne aufwendige Grabungsarbeiten aufzuspüren.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Verdeckte Metallteile können auf Baustellen oder bei Wartungsarbeiten zu einem erheblichen Zeitaufwand führen. Liegen sie unter Asphalt, Erde, Schnee oder sogar unter Wasser, ist eine visuelle Suche meist nicht möglich. Ein empfindliches Magnetsuchgerät schafft hier Abhilfe und ermöglicht eine gezielte Suche.
- Gezielte Ortung: Erfasst werden vor allem ferromagnetische Metalle. Nichtmagnetische Materialien wie Aluminium oder viele Arten von Metallschrott werden nicht als Fund angezeigt.
- Große Ortungstiefe: Abhängig von Größe, Form und Material des gesuchten Objekts können auch tief im Erdreich liegende Metallteile aufgespürt werden. Akustische und optische Anzeigen unterstützen bei der genauen Positionsbestimmung.
- Für den professionellen Einsatz geeignet: Robuste Bauweise, ergonomische Handhabung und wasserdichte Suchtechnik machen hochwertige Geräte zu zuverlässigen Begleitern bei Arbeiten im Freien.
Magnetsuchgerät oder Metallsuchgerät – wo liegt der Unterschied?
Obwohl beide Gerätetypen zur Suche nach Metall verwendet werden, unterscheiden sich ihre Funktionsweise und ihre typischen Einsatzbereiche deutlich.
Metallsuchgeräte sind beispielsweise bei der Freizeit- und Schatzsuche beliebt. Sie können je nach Ausführung verschiedene Metallarten erkennen und sind häufig bereits zu vergleichsweise niedrigen Preisen erhältlich. Die erreichbare Suchtiefe ist allerdings begrenzt und liegt bei vielen Geräten im Bereich von etwa 30 cm, wobei die tatsächliche Reichweite stark vom Modell, dem Suchobjekt und den Bodenverhältnissen abhängt.
Magnetsuchgeräte sind speziell auf die Erkennung magnetischer beziehungsweise ferromagnetischer Materialien ausgelegt. Ihre Sensorik misst Veränderungen des Magnetfeldes und ist so konzipiert, dass der Einfluss des natürlichen Erdmagnetfeldes weitgehend ausgeblendet wird. Wird ein entsprechendes Objekt erkannt, informiert das Gerät den Anwender in der Regel über akustische und optische Signale.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der möglichen Ortungstiefe. Wie tief ein Gegenstand gefunden werden kann, hängt maßgeblich von seiner Größe und der damit verbundenen Stärke des Magnetfeldes ab. Große Stahlobjekte können unter günstigen Bedingungen in mehreren Metern Tiefe erkannt werden. Bei sehr großen Objekten, beispielsweise einem im Erdreich befindlichen Stahltank, sind sogar Ortungstiefen von bis zu 10 Metern möglich. Kleinere Objekte wie Nägel werden dagegen in deutlich geringerer Tiefe erfasst.
Typische Einsatzgebiete bei Kommunen und Versorgungsunternehmen
Für Stadtwerke, Gemeinden und Versorger sind Magnetsuchgeräte besonders hilfreich, wenn unterirdisch verbaute Infrastruktur lokalisiert werden muss. Dazu gehören unter anderem:
- Schieberkappen und Schieberstangen
- Hydranten
- Muffen und andere Leitungskomponenten
- Kanaldeckel
- Vermessungs- und Vermarkungszeichen
Viele dieser Objekte sind nach der Verlegung nicht mehr sichtbar. Sie können im Laufe der Zeit von Erde bedeckt, durch Schnee verdeckt oder unter einer neu aufgebrachten Asphaltdecke verborgen werden. Auch bei Arbeiten im oder am Wasser kann eine magnetische Ortung hilfreich sein.
Für solche Anwendungen ist eine wasserdichte Ausführung des Sondenstabs beziehungsweise der Sensorik von besonderer Bedeutung. Sie ermöglicht den Einsatz auch unter schwierigen Witterungs- und Umgebungsbedingungen.
Präzise Ortung spart Zeit und Grabungsaufwand
Müssen Leitungen, Armaturen oder andere Bestandteile der Infrastruktur gewartet oder repariert werden, ist es entscheidend, deren Position möglichst genau zu kennen. Eine ungezielte Suche kann schnell zu unnötigen Erdarbeiten führen.
Jeder zusätzliche Meter, der beispielsweise mit einem Bagger oder durch einen Bauhof aufgegraben werden muss, verursacht zusätzlichen Zeit-, Personal- und Kostenaufwand. Je nach Einsatzort können außerdem Verkehrssicherungsmaßnahmen oder Straßensperrungen notwendig werden. Bei bestimmten Arbeiten an Versorgungsleitungen kann sogar eine vorübergehende Abschaltung des Netzes erforderlich sein, die entsprechend geplant und kommuniziert werden muss.
Mit einer präzisen magnetischen Ortung lässt sich der Suchbereich deutlich eingrenzen. Dadurch können notwendige Erdarbeiten gezielter durchgeführt und unnötige Eingriffe in den Untergrund vermieden werden.
Magnetsuchgeräte in Land- und Forstwirtschaft
Auch außerhalb des kommunalen und technischen Bereichs bieten Magnetsuchgeräte praktische Vorteile. In der Land- und Forstwirtschaft können sie beispielsweise dazu eingesetzt werden, unterirdisch liegende Vermessungs- und Grenzmarkierungen wiederzufinden.
Grenzpunkte zur Kennzeichnung von Flurstücken oder Grundstücksgrenzen besitzen häufig einen metallischen beziehungsweise magnetischen Anteil. Klassische Grenzmarken verfügen beispielsweise über einen Stahlschaft, der in den Boden eingebracht wird und mit einem Magnetsuchgerät geortet werden kann.
Kostengünstige magnetische Ortungspunkte
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bewusst einen magnetischen Referenzpunkt im Boden zu platzieren. Dafür können beispielsweise Dauermagnete eingesetzt werden, die anschließend mit einem geeigneten Magnetsuchgerät wiedergefunden werden.
Auf diese Weise lassen sich kostengünstige, unsichtbare Ortungspunkte schaffen, die auch dann auffindbar bleiben, wenn die Oberfläche später verändert, überdeckt oder neu gestaltet wird.